Frauen: Wie bewirbt man sich auf eine Stelle?

Was sind typische Frauenberufe?

Es gibt keine exakte Abgrenzung zwischen Männer- und Frauenberufen. In der Praxis kann man nur von Berufen sprechen, in der eine Mehrheit an Männern oder Frauen arbeitet. Aus dieser Sicht sind typische Frauenberufe unter anderem Hauswirtschafterin, Hausangestellte, Dienstmädchen, Hausmeisterin, Krankenschwester, Verkäuferin, Kellnerin, Kassiererin, Lehrerin, Sekretärin, Empfangsdame, Verwaltungsangestellte oder Logistikangestellte. Die Löhne sind bei diesen Berufen relativ niedrig und die Positionen bieten wenig Aufstiegsmöglichkeiten. Im Gegensatz hierzu gibt es eine Handvoll Berufe und Positionen, in denen hochgebildete Frauen Erfolg haben und gut bezahlt werden: Anwältin und Richterin, PR und Marketing, Kommunikation und Medienberufe.

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Was sind typische Frauenbranchen?

Genau wie bei Berufen ist es nicht einfach, Männer- und Frauenbranchen genau zu definieren. Jedoch dominieren Frauen zahlenmäßig in den Branchen Reinigung, Gesundheitswesen und Pflege, Hotels und Catering, Einzelhandel, primärer Bildungsbereich sowie in allen Sektoren und Branchen im Kundenservice, in Sekretärinnenjobs und in administrativen Funktionen.

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Gibt es Lohnunterschiede zwischen Männer- und Frauenbranchen?

Da in männlich dominierten Branchen die Zahl der angestellten Männer die der Frauen übertrifft, sind die durchschnittlichen Gehaltsniveaus in Männerbranchen höher als in den weiblich dominierten Branchen und Berufszweigen.

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Ist die Bezahlung bei multinationalen Konzernen besser?

Multinationale Unternehmen sind fast immer Aktiengesellschaften und groß. Da sie groß sind, ist die Bezahlung besser. Die andere Seite der Medaille ist, dass sie von ihren Angestellten oft längere Arbeitszeiten verlangen; dies sind unbezahlte Überstunden. Ein Teil des angebotenen Gehalts sind jährliche Gewinnanteile und/oder Bonuszahlungen, die in Unternehmensaktien ausgezahlt werden können.

Gibt es Lohnunterschiede zwischen öffentlichem und privatem Sektor?

Allgemein sind Lohnunterschiede im öffentlichen Sektor tendenziell geringer als im privaten Sektor. Die am wenigsten qualifizierten Berufe im öffentlichen Sektor werden gegenüber dem privaten Sektor normalerweise etwas besser und die besten Jobs etwas schlechter bezahlt.

Eignen sich Frauenbranchen besser für erwerbstätige Eltern?

Von Frauen dominierte Sektoren bieten in der Regel mehr (langfristige) Teilzeitstellen oder kleinere Jobs. Zusätzlich bieten sie häufig (mehr) flexible Arbeitszeiten.

Warum sollte man eine Festanstellung bevorzugen?

Eine Festanstellung ist normalerweise besser bezahlt als eine befristete oder flexible Anstellung. Natürlich ist die Wahl oft nicht gegeben, aber eine dauerhafte Beschäftigung ist am sichersten mit einer Festanstellung.

Welche Mindestanforderungen gelten für einen ordnungsgemäßen Arbeitsvertrag?

Ein Arbeitsvertrag enthält immer die Namen und Anschriften der beiden Vertragsparteien, das Datum des Vertragsschlusses, Laufzeitbeginn und -Ende des Vertrags (d.h. der Zeitraum), Lohn oder Gehalt, Arbeitszeit, Art der Arbeit, Probezeit und Kündigungsfristen. Arbeitsverträge müssen unterschrieben sein, um rechtswirksam zu sein.

Wie bewertet man sekundäre Arbeitsbedingungen?

Neben dem (Brutto-)Gehalt und der Arbeitszeit werden in einem Arbeitsvertrag normalerweise die sekundären Arbeitsbedingungen aufgezählt. Diese werden oft nicht in Form von Geld ausgezahlt, doch sie sind bares Geld wert. Dazu gehören beispielsweise die Erstattung arbeitsbezogener Aufwendungen, ein (Leasing-)Wagen oder kostenloses Handy, berufliche Weiterbildung, zusätzlicher Urlaub über das gesetzliche Minimum hinaus, flexible Arbeitszeiten, die Option, von zuhause aus zu arbeiten, etc.

Was sollte ein Lebenslauf enthalten?

  • Ihren Namen und Ihre Anschrift
  • Die letzte Aktualisierung Ihres Lebenslaufes
  • Ihre Bildung und Ausbildung, nicht nur berufsbezogen
  • Soziale Aktivitäten als Nachweis für Ihre Motivation, einschließlich ehrenamtlicher Arbeit und Praktika
  • Sprachkenntnisse, aktiv und passiv (lesen und verstehen)
  • Computerkenntnisse
  • Kenntnisse im Umgang mit sozialen Medien

Für weitere Informationen zum Lebenslauf siehe Monster.com

Was macht ein gutes Bewerbungsschreiben aus?

Ein Bewerbungsschreiben begleitet ihren Lebenslauf. Es sollte kurz und prägnant sein. Es verweist auf den genauen Bewerbungsgrund, z.B. eine Anzeige, Mund-zu-Mund-Propaganda, etc. Es spiegelt Ihre persönliche Motivation wider und lässt deutlich erkennen, dass Sie die wesentlichen Anforderungen dieser Stelle oder Funktion verstehen. Der Adressat muss deutlich erkennen, dass Sie sich in seine Lage versetzt haben und seine Bedürfnisse und/oder Anforderungen verstehen. Das Bewerbungsschreiben sollte den üblichen Standards/Formaten entsprechen, mit Datum und Unterschrift versehen sein, auch wenn es sich um eine E-Mail handelt (was heutzutage ziemlich üblich ist).

Für weitere Informationen zum Bewerbungsschreiben siehe Monster.com

Spielt die äußere Erscheinung eine Rolle?

Ein gepflegtes, sauberes und repräsentatives Erscheinungsbild spielt sicherlich eine wichtige Rolle und empfiehlt sich, insbesondere bei einem Bewerbungsgespräch.

Seien Sie nicht schüchtern. Beraten Sie sich vorher mit Freunden und Angehörigen, um zu sehen, ob Sie auf das Gespräch vorbereitet sind.

Warum sollte man über sein Gehalt verhandeln?

Es steht jedem frei, zu verhandeln. Sein Gehalt auszuhandeln ist das Beste, was man machen kann. Bereiten Sie sich gut darauf vor. Reden Sie mit Freunden und Angehörigen, Kollegen, recherchieren Sie im Internet. Vergleichen Sie Gehälter auf dieser Webseite. Versuchen Sie, einen Tarifvertrag zu finden und zu lesen, falls ein solcher existiert. Erstellen Sie eine Wunschlist: Was ist Ihnen am wichtigsten, was ist von sekundärer Wichtigkeit? Verhandeln ist ein Geben und Nehmen (Sie wollen nicht samstags arbeiten, es sei denn, Sie erhalten ein höheres Gehalt). Üben Sie die Situation, bevor Sie sich in die tatsächliche Verhandlung begeben.

Denken Sie daran, dass das Ergebnis zählt. Ein nettes, freundliches Gespräch, jedoch mit offenem Ende und ohne etwas Handfestes auf Papier hat nichts zu sagen.

Die Vorstellung, dass Frauen nicht verhandeln sollten, ist absolut veraltet. In vielen Ländern besetzen Frauen in vielen großen Unternehmen bereits Top-Positionen. Sie können darauf wetten, dass sie auf Ihrem Weg nach oben gelernt haben, zu verhandeln.

Leistungsüberprüfung und Lohnunterschiede

In größeren, komplexeren Unternehmen sind jährliche Leistungsüberprüfungen üblich. Diese Gespräche sollten ernst genommen werden, denn Ihr Gehalt und zukünftige Karriereperspektiven hängen von diesen ab. Überprüfen Sie vorab den Tarifvertrag und/oder interne Regelungen. Diese Zeitpunkte eignen sich ideal, um seine Position und Chancen zu verbessern. Das bedeutet: Seien Sie gewappnet, erstellen Sie eine Wunschliste: mehr Gehalt, mehr Urlaub, mehr Weiterbildung?

Denken Sie daran, dass jeder kleine Schritt vorwärts in diesen Gesprächen eine Sprosse auf der Karriereleiter ist und sich auf Ihr Gehalt für die nächsten Jahre auswirkt.

Warum sollte man bei einem kleinen Job über das Gehalt verhandeln?

Ein kleiner Job ist nicht zwingend unbedeutend, weil er klein ist. Wenn Sie sich für Gehaltsverhandlungen vorbereiten, finden Sie heraus, ob es Möglichkeiten gibt, den Job zu vergrößern. Nutzen Sie ihn als Sprungbrett, prüfen Sie, ob es Möglichkeiten der Weiterbildung, Teilnahme an einer betrieblichen Altersversorgung, gelegentliche bezahlte Überstunden, Erstattung arbeitsbezogener Ausgaben, Betreuungsangebote für Kinder und ähnliches gibt.

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